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Wählen in Zeiten der Pandemie: „It`s the Trust, stupid!“ – Ein Kommentar von Dr. Daniel Dettling, Gründer des Instituts für Zukunftspolitik –

Diese Bundestagswahl ist bereits historisch. Zum ersten Mal wählt Deutschland mitten in einer weltweiten Pandemie. #wirgegencorona wurde zum nationalen Slogan eines Landes, das im Kampf gegen die größte Gesundheitsgefahr seit Bestehen der Republik zusammensteht. Wegen Corona verlor Donald Trump im letzten Jahr die Präsidentschaftswahl. In England erwischte es beinah Boris Johnson. Anfangs abgeschrieben wegen des Missmanagements seiner Regierung, wurde die eigene Corona-Erkrankung zur politischen Wiedergeburt des britischen Premiers. Der für Wochen führende Impf-Europameister wählt konservativ wie lange nicht.

Wahrnehmung und Wirklichkeit klaffen weit auseinander

Und Deutschland? Auch 18 Monate nach Ausbruch der Pandemie klaffen Wahrnehmung und Wirklichkeit weit auseinander. Die Pandemie deckte die vielen Schwachstellen auf: Mangelhaft ausgestattete Gesundheitsämter, keine Bevorratung mit Masken und Schutzkleidung, Fachkräftemangel im Pflegesektor und auf den Intensivstationen, zu niedrige Produktionskapazitäten, als endlich ein Impfstoff auch in Deutschland zur Verfügung stand und ein durchgehend unterdigitalisiertes Gesundheitssystem. In den Polit-Runden des „Triells“ und des folgenden „Vierkampfs“ spielte all das kaum eine Rolle. Stattdessen ging es um die Systemfrage. Unionskandidat Armin Laschet (CDU) lehnte die Einführung einer „Bürgerversicherung“ mit der Begründung ab, Länder mit einer „Einheitsversicherung“ wie England und Dänemark hätten eine schlechtere Gesundheitsversorgung als Deutschland. In internationalen Rankings und Studien schneiden die drei Länder sehr unterschiedlich ab. Je nach Indikator steht mal das eine Land besser (oder schlechter) da als das andere. Fakt ist: Dänemark hat soeben alle Corona-Regelungen abgeschafft und die Pandemie damit faktisch für beendet erklärt. Drei Faktoren sind für den Erfolg verantwortlich: […] 

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