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Neue Studie: Fake News zu europäischen Impfstoffen meist aus China und Russland

Kurz nach Ausbruch der Pandemie sprach die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer Gefahr, die nachhaltiger und ernster sei als Corona: die „Infodemie“. Gezielt eingesetzte Falschnachrichten bedrohen nicht nur die Gesundheit, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) hat in einer neuen Studie russische und chinesische Desinformationen über Impfstoffe aufgedeckt. So wurde die moderne mRNA-Technologie von Biontech/Pfizer und Moderna mit dem Ziel attackiert, das Vertrauen in die vom Westen hergestellten Impfstoffe, EU-Institutionen und Impfstrategien zu untergraben.

Deutschland ist von der gezielten Desinformationspolitik besonders betroffen. Die Informationspolitik der Fake News trifft auf eine nicht geringe Resonanz. Viele Bürger:innen sind kaum in der Lage, Fakten von Meinungen zu unterscheiden. Nach einer neuen OECD-Studie gelingt dies weniger als der Hälfte der 15-Jährigen.

Das Kompetenznetz Public Health COVID-19 der EU vermutet einen Zusammenhang zwischen der Zustimmung von Verschwörungstheorien und der fehlenden Bereitschaft, Gesundheitsempfehlungen zu befolgen. Die Europäische Kommission hat bereits zu Beginn der Pandemie reagiert und eine Informationsoffensive gestartet. Auf der Webseite gibt es regelmäßige Tipps zur Bekämpfung von Desinformationen.