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Spiele für Pflegebedürftige

Kegeln, Motorradfahren, Tischtennisspielen oder als Postbote durch virtuelle Straßen radeln und Zeitungen in Briefkästen werfen, ist nicht gerade die Art von Beschäftigung, die in einem Pflegeheim vermutet wird. Doch Ablenkung und Bewegung tut gut, auch und gerade für Seniorinnen und Senioren mit höherem Pflegegrad oder Demenz, für die die Situation derzeit schwer nachvollziehbar und Angst verursacht. Viele Termine und Begegnungen fallen weg und die Isolation ist umso schwerer zu ertragen.

Eigens für Senioren entwickelte Spielekonsolen sprechen spielerisch Muskeln, Koordination und Reaktionsvermögen an. Darüber hinaus fördern die unterschiedlichen Elemente auch kognitive Fähigkeiten. So gilt es zum Beispiel auf dem Motorrad, Denkaufgaben zu lösen, um von A nach B zu kommen.

Das Hamburger Start-up RetroBrain R&D – gegründet von sechs Wissenschaftlern aus den Bereichen Medizin, Soziologie, Game-Design und Wirtschaftswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München – hat eine Spielekonsole entwickelt, die mal eine Bewegung des Arms braucht und mal ist der ganze Oberkörper gefragt. 

www.retrobrain.de