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Impfung gegen das Coronavirus

Momentan sind aus unserer Sicht ein paar zu viele Falschmeldungen hinsichtlich des Impfens unterwegs – deswegen möchten wir an dieser Stelle die Forschung und die Wissenschaftler gebührend feiern, die diese Unmöglichkeit – einen sicheren Impfstoff innerhalb von 10 Monaten zu entwickeln – fertig gebracht haben.
„Deutschland krempelt die Ärmel hoch“ – unter dieser Überschrift ist zum Jahreswechsel die größte Impfkampagne in der Geschichte der Bundesrepublik gestartet. Bis April sollen 11 bis 13 Millionen Impfdosen ausgeliefert und bis zum Sommer jedem Bundesbürger ein Impfangebot gemacht werden.
Quellen u.a.

Wurde der Impfstoff ausreichend getestet?
Ja, trotz der Kürze der Zeit. Normalerweise laufen diese Phasen nacheinander ab – bei der Entwicklung des Impfstoffs gegen das Sars-Cov2-Virus werden diese jedoch teilweise auch parallel durchgeführt. Zudem hat die Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für einige Impfstoffkandidaten das “Rolling-Review”-Verfahren zugelassen. Dabei wird mit der Bewertung der klinischen Ergebnisse bereits begonnen, bevor alle erforderlichen Daten für einen Zulassungsantrag erhoben sind.

Verändert der Impfstoff das Genom?
Bei den bisher zugelassenen Impfstoffen handelt es sich um RNA-Impfstoffe. Diese bestehen meist aus sogenannter Messenger-RNA (mRNA) die eine Art Bauanleitung für Antigene enthält. Dieser Bauplan bewirkt in der Zelle, dass diese Proteine produziert, die die gewünschte Abwehrreaktion des Körpers auslösen. Es besteht auch nicht die theoretische Gefahr, dass das Erbgut von Körperzellen integriert wird.

Impfzentren
Verteilt wird der Impfstoff über regionale Impfzentren der Bundesländer, die auch die Bürgerinnen und Bürger informieren. Die telefonische Hotline 116117 wird in den meisten Bundesländern als Zugangsnummer für die Terminvergabe genutzt.

Impfgruppen
Weil zunächst nicht genügend Impfstoff für alle zur Verfügung steht, werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sowie das Personal dieser Einrichtungen sowie weitere Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, geimpft.

Impfpflicht
Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig, eine rechtliche oder faktische Impfpflicht gibt es nicht.

Immunität und Infektionsgefahr
90 oder mehr Prozent Schutz vor einer Erkrankung sollen die Corona-Impfstoffe bieten. Unklar ist jedoch, wie lange der Schutz gegen das Virus anhält. Erste Studien machen Hoffnung, dass die Immunität länger anhält als bei bisherigen Coronaviren, die im Schnitt ein bis anderthalb Jahre vor einer erneuten Infektion schützten. Ungewiss ist auch, ob eine Impfung vor weiteren Ansteckungen schützt. Nachimpfungen sind wie bei anderen Infektionsgefahren auch gegen Sars-CoV-2 möglich. Das Virus würde zu einem weiteren Erreger, gegen den man sich regelmäßig impfen kann.

Impfung und Einhaltung der Corona-Regeln
Wer geimpft ist, muss sich solange an die bestehenden AHA-Regeln (Abstand, Händewaschen, Atemmasken) und Einschränkungen halten, wie nicht geklärt ist, ob er oder sie noch infektiös und damit ansteckend für (noch nicht) Geimpfte ist.

Diskriminierung von (Nicht-)Geimpften
Ist es „unsolidarisch“ und eine „Spaltung der Gesellschaft“, wenn die bereits gegen das Coronavirus Geimpften die geltenden Beschränkungen nicht mehr auf sich nehmen müssten? Die Diskussion macht erst Sinn, wenn feststeht, dass der Impfstoff nicht nur die Geimpften schützt, sondern auch die Übertragung des Virus verhindert.