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HERA: Die europäische Antwort auf BARDA

Seit 15 Jahren haben die USA mit der „Biomedical Advanced Research and Development Authority“ (Barda) eine nationale Pandemie-Behörde, die für biomedizinische Forschung, Pandemien und neue Krankheiten zuständig ist und über ein Budget von 3,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr verfügt und als Bindeglied zwischen Politik und Pharmaindustrie gilt. Die Europäische Kommission will bis Ende des Jahres mit „HERA“ – „Health Emergency Response Authority“ – auf Augenhöhe agieren. Hera soll schneller auf künftige gesundheitliche Notlagen reagieren und die nationalen Gesundheitsstrategien ergänzen.

Die EU-Behörde soll Produktionskapazitäten, Rohstoffbedarfe und ihre Verfügbarkeit monitoren und Schwachstellen in den Lieferketten frühzeitig erkennen und beheben. Für Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist HERA auch ein Ökosystem öffentlicher Träger und privater Unternehmen und soll die Zusammenarbeit von Tech, Behörden, Start-ups und Industrie fördern. Impfstoffe und Medikamente sollen künftig schneller und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. HERA ist damit ein wichtiger Bestandteil der Europäischen Gesundheitsunion.