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Handlungsempfehlungen für Intensivmediziner

In den vergangenen Tagen wurde im Zusammenhang mit der Kapazität von Beatmungsplätzen viel über Triagierung der Covid-19-Patienten gesprochen. Die Folge waren Unsicherheit und Ängste auf Seiten des medizinischen Personals.

Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrats, hat dazu aufgerufen, Ärzte nicht damit allein zu lassen, solche Entscheidungen treffen zu müssen. „Es müssen Standards gelten, so dass auch die Menschen in das Gesundheitssystem und die Ärzte vertrauen können. Alter, Herkunft, soziale Stellung, Behinderung, all das darf keine Rolle spielen.“ Der Deutsche Ethikrat hat nun Handlungsempfehlungen für Intensivmediziner herausgegeben, um Vertrauen und Rechtssicherheit zu schaffen.

Er wies auch darauf hin, dass es in Deutschland eine „große Solidaritätsressource“ gebe, die dafür sorge, die derzeitigen Einschränkungen des Alltagslebens zu verkraften. Wichtig sei jedoch, Kriterien zu bestimmen, die zu einer Lockerung der Maßnahmen führten. Ein solches Vorgehen steigere die Solidarität und wecke nicht den Eindruck, irgendetwas unterdrücken zu wollen.