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Digitalisierung + Datenspende = Herdenimmunität

Impf-Weltmeister Israel verdankt seinen Erfolg nicht nur der Schnelligkeit seines digitalisierten Gesundheitssystems. Maßgeblicher Grund sind auch die Vertragsbedingungen, die das Land im Unterschied zur EU öffentlich gemacht hat. Danach zahlt der Staat nicht nur mehr pro Impfdose, er übernimmt darüber hinaus die Produkthaftung und liefert wöchentlich anonymisierte Daten aus der Impfkampagne wie Infektions- und Impfzahlen, Alter und Geschlecht. Dafür verpflichteten sich die Impfhersteller das Land so lange mit Impfstoff zu versorgen, bis das Land eine Herdenimmunität von 95 Prozent der Bevölkerung erreicht hat.

Inzwischen muss nur ein halbes Prozent der Neuinfizierten ins Krankenhaus, vor der Impfkampagne waren es zwei Prozent. Dass Israel schneller als andere beim Impfen vorankommt, liegt auch am eingesetzten Personal. Sanitäter, Streitkräfte, Polizei und Gefängnisse impfen selbst, weil sie über medizinisches Personal verfügen und Ärzte nur in größeren Impfstationen anwesend sein müssen.