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Digitaler Corona-Impfpass

Immer mehr Länder arbeiten an der Einführung eines digitalen Impfpasses, mit dem unter anderem auch Coronaimpfungen nachgewiesen werden sollen. So hat Schweden Anfang Februar angekündigt, bis zum Sommer eine entsprechende digitale Infrastruktur aufzubauen. In Dänemark soll der Impfpass zunächst Dienstreisenden das Leben erleichtern und bereits Ende Februar auf einer Gesundheitsplattform im Internet abrufbar sein. Im Laufe des Jahres soll der digitale Pass mit einer App auch auf dem Handy nutzbar sein. Die EU und WHO arbeiten an einer digitalen einheitlichen Lösung.

Die 27 Mitgliedsstaaten der EU haben sich Ende Januar darauf geeinigt, welche Informationen der Corona-Impfpass enthalten soll. Dazu gehören Personalien, der verwendete Impfstoff, die ausstellende Behörde sowie ein elektronisches Siegel wie ein QR-Code oder eine Registrierung. Noch ist offen, wann die vergleichbaren Impfzertifikate eingeführt werden.

In Deutschland hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) im vergangenen Jahr die Rahmendaten für den digitalen Impfpass festgelegt. Ab 2022 sollen Patient:innen den Impfpass in der elektronischen Patientenakte (ePA) nutzen können. Damit ist der digitale Impfpass das erste sogenannte „medizinische Informationsobjekt (MIO)“ und dient als Grundlage für weitere Apps, die es Patient:innen ermöglichen werden, ihre Daten selbst digital einzusehen und zu verwalten. Noch schneller als Dänemark und Schweden ist der deutsche Landkreis Altötting. Bereits im Januar hat der bayerische Landkreis eine digitale Impfkarte mit QR-Code vergeben.