Interviews

DiGAs in Bearbeitung

Seit gut zwei Wochen ist das Antragsportal des BfArM zur Zertifizierung Digitaler Gesundheitsanwendungen, die laut Digitale Versorgung-Gesetz für den sogenannten Fasttrack infrage kommen, live geschaltet. Wir sprachen mit Dr. Wiebe Löbker vom Innovationsbüro des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte über die Erfahrungen der ersten Tage.

# Seit gut zwei Wochen ist das Antragsportal des BfArM live geschaltet – wie viele Anträge sind bis dato eingegangen?
Ich bitte um Verständnis, dass wir diese Zahlen vertraulich behandeln. Sie werden auch später in keiner öffentlichen Statistik auftauchen. Einsehbar werden später ebenfalls nur diejenigen sein, die auch im Verzeichnis gelistet werden. Ich kann Ihnen nur soviel verraten: es sind vollständige Anträge eingegangen und wir sind fleißig am Bearbeiten.

# Zeichnet sich schon ab, ob das Formular gut auszufüllen ist – bzw. welche Unebenheiten gegebenenfalls nachgeschärft werden müssen?
Zum Antragsportal selbst ist das Feedback bisher positiv, so dass wir hier von einer intuitiven Nutzung ausgehen. Dennoch werden wir in den kommenden Tagen zusätzlich auch noch eine Ausfüllhilfe zum Portal veröffentlichen, als Service-Leistung zur Orientierung vor der eigentlichen Antragstellung.
Grundsätzlich besteht auch heute schon im Portal die Möglichkeit zur Orientierung, was an Angaben und Unterlagen erforderlich ist, denn das Antragsverfahren wird erst durch den „Absenden“-Button ausgelöst.

# Können Sie schon sagen, welchen Trend die DiGAs verfolgen oder ist die Anfragenvielfalt bunt gemixt?
Trends gibt es in der Tat viele, es ist ein bunter Mix aus allen Bereichen.

# Kleine Prognose ihrerseits – wann werden die ersten DiGAs einsatz- bzw. verschreibungsbereit sein?
Die ersten DiGA sind voraussichtlich ~ Ende August/Anfang September im Verzeichnis gelistet und können ab diesem Zeitpunkt natürlich auch verschrieben werden.