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Die 20er Jahre werden zur Dekade der Digitalen Gesundheitswirtschaft

Die Coronakrise hat für eine Trendwende in der Gesundheitswirtschaft gesorgt. Leben und Gesundheit der Menschen könnten besser geschützt werden, wenn die Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen sinnvoll genutzt würden, äußerten die Mitglieder des Sachverständigenrats Gesundheit (SVR) bei der Vorstellung des neuen Gutachtens „Digitalisierung für Gesundheit – Ziele und Rahmenbedingungen eines dynamisch lernenden Gesundheitssystems“.

Was so leicht gesagt daherkommt, bedeutet nichts weniger als ein Aufruf zu einer radikalen Umkehr in Bezug auf den Gesundheitsdatenschutz. Wörtlich sagten sie: „Es gilt, Datenschutz im Gesundheitswesen als Teil von Lebens- und Gesundheitsschutz auszugestalten, nicht als deren Gegenteil“, und weiter: „Datenschutz muss vor allem die sichere Nutzung von Gesundheitsdaten für bessere Versorgung und Forschung ermöglichen, damit dem einzelnen Patienten und der einzelnen Patientin zielgenauer geholfen werden kann. Dazu bedarf es der Auswertung großer Datenmengen. Die alte Maxime der unbedingten Datensparsamkeit und strengen Zweckbindung ist von der Realität überholt worden. Vor allem aber wird sie nicht mehr dem Anrecht jedes und jeder Einzelnen auf optimale Verarbeitung seiner und ihrer Daten zum Schutze seines und ihres Lebens, zum Schutze seiner und ihrer Gesundheit gerecht.” Das klingt, als würde die Tür zum 21. Jahrhundert aufgestoßen.