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Deutschland ist Letzter bei digitaler Gesundheitskompetenz

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals in einer Studie die digitale Gesundheitskompetenz der Bürger:innen in Europa untersucht. Das Ergebnis ist für Deutschland ein Weckruf: Schlusslicht! Gemessen wurde die Fähigkeit, sich auf Webseiten oder in Apps über das Thema Gesundheit informieren zu können. Fast 60% (58%) der Deutschen haben eine geringe digitale Gesundheitskompetenz. Die Studienautoren erklären sich das schlechte Abschneiden der Bürger:innen hierzulande mit dem allgemeinen Rückstand bei der Digitalisierung. Ein Hoffnungszeichen sei aber die Verbesserung der Gesundheitskompetenz in der Corona-Pandemie.

Eine zu geringe Fähigkeit, Informationen für die Gesundheitsförderung zu nutzen, hat weitreichende Folgen für das Gesundheitssystem: ein ungesunder Lebensstil, die schlechtere Bewertung des eigenen Gesundheitszustands und eine stärkere Inanspruchnahme von Leistungen führen zu höheren Kosten für die Allgemeinheit.

Das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) sieht eine Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz vor, §20k des SGB V verpflichtet die gesetzlichen Krankenkassen dazu, digitale Angebote für die Gesundheitsversorgung zu schaffen und die digitale Gesundheitskompetenz der Versicherten zu fördern. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen muss erstmals zum 31. Dezember 2021 Bericht erstatten.