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Der grüne Impfpass kommt!

Europa holt bei der Durchimpfung seiner Bürger:innen auf. Damit stellt sich auch die Frage, wann Geimpfte wieder ihre Grundrechte ausüben können. Die EU hat sich jetzt auf ein „digitales grünes Zertifikat“ geeinigt, das das Reisen in EU-Länder leichter machen soll und das Ende Juni kommen soll. Dabei handelt es sich um ein digitales Dokument, das EU-weit gelten soll. Angezeigt werden soll, ob jemand vollständig gegen Corona geimpft wurde und wann und mit welchem Wirkstoff dies erfolgte („Impf-, Test- und Genesungszertifikat“). Damit sollen die geltenden Freiheitsbeschränkungen wie Testpflicht und Quarantänemaßnahmen für diese Personengruppen aufgehoben werden. Das grüne Zertifikat soll nach den Vorstellungen der Kommission auch weltweites Reisen ermöglichen, im Gegenzug sollen die Impfnachweise anderer Staaten anerkannt werden.

Auskunft wird auch darüber erteilt, ob Inhaber:innen des Passes negativ getestet oder von einer Covid-19 Erkrankung genesen sind. Die Informationen sollen fälschungssicher über einen QR-Barcode abgerufen werden können. Unklarheit besteht noch in der Frage, welche Vorteile der grüne Pass den Geimpften verschafft. Die Entscheidung fällt in die Kompetenz jedes Mitgliedslands. Länder wie Dänemark haben bereits angekündigt, dass Geimpfte, negativ Getestete und von einer Infektion Genesene ihren Sommerurlaub im Land verbringen können.

Deutschland will in den kommenden Wochen einen digitalen Impfpass als App zur Verfügung stellen. Ein Impfeintrag soll auch in der existierenden Corona-Warn-App sichtbar sein. Geimpfte können dann im Impfzentrum oder in der Arztpraxis ihr Zertifikat erhalten. Das System wird derzeit von einem Konsortium der Unternehmen IBM, Ubirch, Govdigital und Bechtle als Open-Source-Projekt entwickelt. Alle Gesundheitsdaten verbleiben bei dem Mitgliedsland, welches das Zertifikat ausgestellt hat.