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2 Mrd. Euro Hilfspaket für Startups – kurzfristige Entlastung

7 von 10 Startups in Deutschland fürchten durch die Corona-Krise in die Insolvenz zu rutschen (Quelle: BVDS), da Finanzierungsrunden wackeln, Umsätze einbrechen und der Vertrieb am Boden liegt. Dies trifft umso mehr auf Digital Health Unternehmen zu, die erst durch den im Sommer startenden Fast Track strukturierten Marktzugang und damit kostendeckende Umsatzmöglichkeiten erhalten. Viele berichten, dass Krankenkassen bereits begonnene Verhandlungen zu Selektivverträgen derzeit aufgrund der Corona Krise pausieren, für viele junge Unternehmen zusätzlich existenzbedrohend.

Dringend benötigte Entlastung kommt von der Bundesregierung: BMWi und BMF haben sich gemeinsam auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, dass folgende Elemente umfasst:

  • Öffentlichen Wagniskapitalinvestoren auf Dachfonds- und auf Fondsebene (z.B. KfW Capital, EIF, HTGF, coparion) sollen kurzfristig zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, die im Rahmen der Ko-Investition zusammen mit privaten Investoren für Finanzierungsrunden von Start-ups eingesetzt werden können.
  • Die Dachfondsinvestoren KfW Capital und EIF sollen mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln in die Lage versetzt werden, Anteile von ausfallenden Fondsinvestoren zu übernehmen (sog. Secondaries).
  • Für junge Start-ups ohne Wagniskapitalgeber im Gesellschafterkreis und kleine Mittelständler soll die Finanzierung mit Wagniskapital und Eigenkapital-ersetzenden Finanzierungsformen erleichtert werden.

Parallel zur Umsetzung des Maßnahmenpakets stimmt die Bundesregierung weiter die Ausgestaltung des Zukunftsfonds für Start-ups ab, der mittelfristig den Weg aus der Krise unterstützen soll (s.u.).

Quelle: BMWi & BMF